Ein Besuch ins Federntal

Freies Rollenspiel ohne Spielleiter.
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Togaras
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Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Ort: Kaminzimmer, Turm des Hofmagiers, Burg Bibersbach, Baronie Bibersbach, Fürstentum Eppstein
Zeitpunkt: Ein November Abend
Teilnehmer: Phelarion und Aveline, Tordinian
Weitere Teilnehmer: Auf Anfrage

Hinweis: Der nachfolgende Text soll ein ein wenig zusammenfassen, was in der Vergangenheit im Federntal passiert ist

Der Winter hielt Einzug in die Hochebene von Eppstein, auch wenn es noch keine geschlossene Schneedecke gab, so war es doch nur noch eine Frage Tagen, bis die grünen Wiesen vollständig verschwunden waren und die Tannen in den Wäldern weiß erstrahlten. Auch konnte man noch mit einfachen Mitteln die Hauptwege freihalten. Sanft rieselten ein paar Schneeflocken draußen vor dem Fenster in der Dunkelheit.

Phelarion hatte es sich in seinem Kaminzimmer gemütlich eingerichtet, wohlplatzierte magische Kerzen spendeten ein angenehmes Licht, mit einigen neuen Fellen und Kissen hatte er sich nach llardrischem Vorbild eine Sitzecke ausgelegt und auf einem niedrigem Tisch standen eine dampfende Kanne mit heißem Tee, ein großes Glas Honig und eine Schale mit seltsamen Früchten, ungefähr in der Größe eines Apfels, jedoch mit leuchtend orangener Schale, die eher an eine Pflaume erinnerte.

Verteilt um ihn herum lagen einige Aufzeichnungen, viele lose Blätter unterschiedlicher Größe, auf manchen hatte er mit Tinte geschrieben, andere waren nur mit einem Griffel bearbeitet und wiederum andere verblassten langsam und machten Mühe den Inhalt zu entziffern. Seine Schülerin Aveline lass wissbergerig den Inhalt einer Seite.


"Die Federntäler, hier bin ich das erste mal in dieser Welt angekommen. Und das ist auch der Grund warum es mir so wichtig ist, nicht wahr? Alleine in einer fremden Welt, der Beginn eines großen Abenteuers. Und doch ist es immernoch das größte und ungelöste Rätsel, das mir bislang begegnet ist."
Zuletzt geändert von Togaras am 15. November 2017, 23:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Beginnen wir doch ersteinmal mit einem Blick auf die aktuelle Situation.

Das nördliche Tal, Mahlhain, ist vollständig geflutet und wurde in ein sumpfiges brackiges Gebiet gewandelt. Außerdem gibt es einige merkwürdige neue Wesen, groß wie Menschen, jedoch schuppig und von der Gestalt eines Fisches. Leider sind wir auch bislang nicht in der Lage mit diesen Wesen zu sprechen. Da sie nicht aus dieser Welt kommen, werden sie gemeinhin als Fischdämonen bezeichnet. Ihr Verhalten ist passiv aggressiv, kommt man ihnen zu nahe können sie gefährlich werden, aber sie haben bislang noch keine Invasion in die anderen Täler begonnen. Über das nachfolgende Tal, das Falkental, weiss ich nur, dass es dort mehr oder weniger einen Zusammenbruch der Bevölkerung gab, alle vernachlässigten phlegmatisch ihre Arbeiten, die Felder wurden nicht mehr bestellt, es würde mich nach den vielen Jahren doch sehr überraschen, wenn dort noch jemand lebt. Dann kommt das 2 Seen-Tal, auch dort gibt es Berichte über die Fischdämonen, es zählt auf jedenfall auch als untergangen und sämtliche Bewohner die noch fliehen konnten, haben sich weiter in den Süden zurückgezogen.

Die Flüchtenden aus dem Norden, haben sich dann im vierten Tal gesammelt, dem Federntal. Das führt vorallem dort für große Probleme in der Versorgung, da ein einzelnes Tal nicht ausreichend Platz bietet, um die Bewohner von vier Tälern zu versorgen. Im nächsten Tal, dem Felsental, leben die Orks, das Tal wird von den Menschen größtenteils gemieden, weswegen sich eben doch der Großteil der Flüchtenden im Federntal drängt. Als vorletztes kommt das Tal der Heldengräber, auch dort war der Einfluss der Dämonen zu spüren, aber in wie weit die Bewohner dort jetzt tatsächlich Probleme haben, kann ich kaum sagen. Über das südlichste Tal, das Tulpental, weiss ich gerade am wenigsten.

Letztendlich sind die Menschen selbst doch sehr sehr pragmatisch, die Bewohner der nördlichen Täler haben sich nach Süden zurückgezogen. Wie gesagt, sorgt dort zwar für Probleme in der Versorgung, aber da wir hier in Bibersbach auch noch etwas Ausgleich dafür schaffen konnten, verteilt sich dies doch recht gut. Die neue Siedlung, die hier aus einigen Flüchtenden entstanden ist, steht mittlerweile sehr sicher und bietet das Notwendigste für alle Bewohner an.
Er machte eine kurze Pause. Das erinnert mich daran, dass wir noch einmal die Möglichkeit für ungefähr 30 bis 50 Menschen anbieten, dass wir sie auf dem Rückweg nach Bibersbach führen können, bevor der Winter die Passage wieder unpassierbar macht.

Der Tiefling lehnte sich vor und goß sich etwas von dem Tee in seinen Becher, nahm einen Löffel Honig aus dem Glas und rührte diesen in den Tee. Tief zog er den erholsamen Duft ein und ließ sich wieder in die gemütlichen Kissen fallen.

Dieser Pragmatismus ist sowohl ihre größte Stärke als auch ihre größte Schwäche. Von alleine kommen sie aus den Problemen nicht heraus, sie haben keine Führung, sie haben kein klares Ziel. Es sind im Grunde nur Bauern, Jäger und Sammler, die eigentlich in Frieden vor sich hin leben wollen, gleichzeitig aber jede Struktur und Führung ablehnen.

Das zeigt sich auch in ihrer Religion, sie verehren Padamus, dessen Aspekte sich auf die einfachen Dinge bezieht: der Schutz des Hauses, die Ernte. Und er trägt in gewisser Weise den Ordnungsaspekte, nach dem sich dann alle orientieren. Einige wenige, verehren auch Lilliel, die als Göttin für die Natur und für die Erneuerung steht, aber dass sind eher die wenigen, die noch mehr in der Natur leben, weg von den Dörfern. Ein paar Hexen und Jäger.

Das wiederum macht es auch sehr schwerig, den Bewohnern zu helfen. Es fehlt eben jemand auf den man zugehen kann, dem man direkt die Unterstützung anbieten kann.

Früher muss es hier mehr gegeben haben ....
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Ja früher gab es dort eine große Zivilisation, eine Hochkultur. Die Menge an Ruinen, die wir bislang gefunden haben deutet darauf hin und die wenigen Geschichten in der Burg Felsenwacht geben doch ein ungefähres Bild darüber ab. Vielleicht sollte man auch die Erzählungen über die Gefallenen im Tal der Heldengräber berüchsichtigen. Leider gibt es kaum Aufzeichnungen darüber, vieles haben wir in den letzten Jahren auf alten Tafeln mühsam herausgelesen und wieder zusammengesteckt. Und vermutlich erstreckte sich das Land auch noch viel weiter als nur über das, was jetzt die Federntäler sind. Zumindest Sembia teilt auch einiges dieser Geschichte und wer weiß, vielleicht gibt es selbst hier in Eppstein noch Überreste dieser alten Zivilisation.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, es ist besser so, dass diese Zivilisation untergegangen ist. In meiner Vorstellung gibt es das Bild von einer Bevölkerung, deren Machtstreben auf Blutmagie und Menschenopfern beruht. Sie haben viel Wissen gesammelt und Ihre Götter verehrt, aber vielleicht war der Kollaps die logische Konsequenz daraus.

Doch es sind deren Götter, die das aktuelle Federntal zu ihrer Spielwiese machen und sich hier austoben und immernoch in ihrer eigenen Machtsphäre existieren. Auch deshalb müssen wir die Vergangenheit verstehen, wenn wir eine Lösung erreichen wollen.


Der Tiefling machte eine längere Pause und durchsuchte die Aufzeichnungen, bis er das Blatt mit der Skizze der Götterverflechtungen in seinen Händen hielt.

Die 3 Götter.

Tiamat, die Urmutter, Göttin des Chaos.
Aldradoth, die Sonne und Gott der Ordnung.
Ninkuldar, der Mond und Gott des Ausgleichs.

Sie hatten schon damals eine sehr komplexe Beziehung zueinander und Tiamat befruchtete den Streit zwischen den beiden anderen, vorallem auch dadurch, dass sie beide verführte und hinterging. Das alles führte zum Kollaps, denn die Götter zerstritten sich um die Frage wer der mächtigste der Dreien wäre und entschieden, dass sie dies in einem Kampf der Sterblichen ausfechten wollten. Jeder wählte einen Krieger und einen Priester, doch die Menschen hatten andere Pläne. Sie erkannten die Gefahr, die sich ergeben würde, wenn der Kampf durchgeführt wird. Sie selbst erhielten die Prohpezeihung vom Untergang der Welt, wenn der Kampf einen Sieger hervorbrachte. Deswegen hintergingen auch sie die Götter, in dem sie durch einen mächtigen Ritus ihre Seelen in 6 Masken bannten und somit den Kampf verhinderten.

Dieser Verrat entzürnte die Götter nur noch mehr und die zerstörten die alte Zivilisation. Die Masken existieren dagegen noch heute, sie sind die mysteriösesten Artefakte, die mir bislang begegnet sind.
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Die große Frage, die sich jetzt stellt, ist doch:

Was wollen wir eigentlich erreichen?
Was wollen die Bewohner des Federntals eigentlich erreichen?
Was können wir eigentlich erreichen?

Die Federntäler sind diesen Wesen - Götter, Dämonen, Teufel was auch immer - ausgeliefert. Und irgendwie hab ich auch den Eindruck, wenn man an einer Stelle etwas bereinigen will, dass dann an der anderen Stelle etwas neues passiert.

Ich denke wir sollten vor Ort noch einmal klären, welche Täler im Moment nicht bewohnbar sind und dann überlegen wie wir die einzelnen Täler gezielt angehen können. Und wenn es dann heisst, dass wir einen Dämonenbekämpfungstrupp zusammenstellen müssen, dann wäre das vielleicht doch mal eine klare Maßnahme.


Phelarion wärmte sich an seinem Tee und schloss nachdenklich die Augen. Beim Gedanken an die vielen fremden Wesen spürte er auch, wie er selbst auch ein Fremdling ist. Seine Hörner begannen in den letzten Wochen mit einer Veränderung, die ihm nicht ganz klar war. Es wirkt ein wenig als ob sie langsam zu wachsen beginnen würden, doch bislang hatten sie sich selbst äußerlich - abgesehen von ein paar Verfärbungen - nicht wesentlich in ihrer Größe verändert. Dennoch spürte er sie in diesem Moment besonders deutlich.

Wenn ich so darüber nachdenke, was haben wir eigentlich in den vergangenen Jahren wirklich getan. Was haben wir erreicht, was für einen direkten Erfolg haben wir gehabt?

Das große Analyse Ritual, das übrigens auch schon etwa 5 oder 6 Jahre her ist,hat außer ein paar 'Aha'-Momenten doch nicht wirklich etwas erreicht. Oder vor 4 Jahren, als die 6 Masken wieder auftauchten und wir erkannten, dass eine davon durch einen weiteren Dämonen verunreinigt war. Wir haben mit Daschid zusammen ein Ritual durchgeführt und das bereinigt und Dämonen gebannt, so dass die Maske jetzt wieder in ihrem richtigen Zustand ist. Das wirkt irgendwie erfolgreich, aber auch hier geht es nicht so recht weiter.
Danach haben wir das Mädchen im weißen Kleid 'befreit', Calisti, die in den Prophezeihungen als die Lösung aller Probleme bezeichnet wird. Ich bin ja jetzt kein Freund von Orakeln und Prophezeihungen, trotzdem habe ich bislang daran gelaubt, dass sie helfen kann. Und vor 2 Jahren, als wir gehofft hatten, Calisti wieder zutreffen, und wir feststellten, dass sie verschollen ist, haben wir ihre alten Wächter befreit, die versprachen sie zu suchen. Auch hier ist das Ergebnis offen, haben wir damit überhaupt etwas erreicht? Außer, dass ich selbst das Gefühl bekommen habe, damit sehr viel Verantwortung auf mich genommen zu haben?

Letztendlich haben wir nur noch mehr fremde Mächte auf die Welt losgelassen.


Innerlich stellte er sich die Frage, ob er überhaupt der Richtige dafür ist, das Federntal zu retten.
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Tordinian »

Tordinian von Falkenstieg hatte schon eine Weile im Türdurchgang gestanden und den Ausführungen Meister Phelarions zugehört. Er musste immer wieder schmunzeln, dass der Hofmagier trotz der beträchtlichen Kälte in Bibersbach immer noch nicht gelernt hatte, darauf zu achten, ob die Türen zu den wenigen beheizbaren Räumen wirklich geschlossen waren. Und Aveline war viel zu beschäftigt, jedes Wort ihres Meisters genau mitzuschreiben, um die offene Tür zu bemerken. Räuspernd machte sich Tordinian bemerkbar, trat ein und schloss sorgfältig den Riegel.

Ich kam nicht umhin, Euren Ausführungen zu lauschen, Meister Phelarion. Die Tür war offen. Ich darf mich doch zu euch gesellen? Ich finde dieses gesamte Federntal-Geschichte ungemein spannend und habe schon viele Reisende in nah und fern darüber sprechen hören. Ich selbst war auf meinen Reisen jedoch nie da.

Tordinian setzte sich auf den freien Stuhl direkt am Kamin und genoss die Wärme. Er war aus seiner Heimat den donnerbacher Winter gewohnt, aber das, was hier in Bibersbach an Winter zu erleben war, hätte andere Länder ins Chaos gestürzt. Und dabei stand des Schlimmste noch bevor.

Ich finde es sehr verwunderlich, dass so viele Leute in nah und fern, von hohem oder niedrigem Stand, so an diesem Landstrich zu hängen scheinen. Aber nach allem, was ich von diesem Land und vor allem seinen Bewohnern gehört habe, nicht zuletzt durch Eure Ausführung gerade eben, scheinen sie selbst weit weniger an einer Lösung des Problems interessiert zu sein, oder? Ich meine, sowohl Eppstein als auch Bibersbach sind nahe genug an diesen Tälern, um Hilfe zu senden. Doch ich kann mich an keine Gesandtschaft in den letzten Jahren erinnern, die am Fürstenhof oder bei Baronin Reanara um Hilfe ersucht hätten. Auch aus meiner Zeit im Thorland ist mir nichts dergleichen bekannt geworden. Und nach meiner Erziehung und der anderer Lande unter guter und gerechter Herrschaft sollte es doch so sein, dass man den Hilfesuchenden hilft. Aber was macht man mit denen, die anscheinend keine Hilfe suchen? Was kann man da tun?
„Bernhard von Chartres sagte, wir seien gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können – freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns emporhebt.“ – Johannes von Salisbury: Metalogicon 3,4,46-50
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

"Ah Tordinian, ja komm doch herein, setzt dich zu uns und bediene dich an Tee und Früchten. "

Der Tiefling machte eine einladene Geste. Er schmunzelte auch ein wenig, als Tordinian den Stuhl am Kamin den doch so viel bequemeren Kissen und Fellen auf dem Boden vorzog.

"Nun, was tut man mit denen, die keine Hilfe fordern. Man hilft ihnen dennoch! Auch wenn es viel schwerer ist, wenn sie gar nicht so recht sagen, was sie benötigen. Aber seien wir doch ehrlich, drei von sieben Tälern sind nahezu unbewohnbar und selbst in den anderen sind die Auswirkungen spürbar. Natürlich benötigen sie Hilfe. Ich glaube ihre Abneigung gegenüber fremden Führern gilt vorallem deshalb, weil Sembia seit Jahrhunderten wohl schon versucht gewaltsam diese Täler zu erobern. Und doch könnten sie sich immer wieder davon befreien."
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Vielleicht sollten aber erstmal noch weiter unser Wissen zusammentragen. Vielleicht finden wir dann eine Erklärung für das Verhalten der Federntal-Bewohner.

Phelarion richtete sich etwas auf, in Gedanken hatte er bereits einen längeren Monolog vorbereitet.

Die Masken. Was wissen wir darüber?

Es gibt 6 und ich hatte nicht nur schon mehrere davon gesehen, ich hatte sogar schon mal eine in meinem Besitz, für längere Zeit. Leider haben sie immer wieder die Angewohnheit, ihren Besitzer zu wechseln. Und man kann sie nicht ins 'Schnittchen' mitnehmen. 6 Stück, jeweils einen Champion und einen Priester, für die Ordnung, für das Gleichgewicht und für das Chaos.

Wie schon vorhin erwähnt, entschieden die 3 Götter, dass sie in einem Wettstreit oder einem Kampf gegeneinander den jenigen bestimmen würden, der über die Welt herrschen soll. Sie wählten dazu jeweils einen Champion und einen Priester aus den Reihen der Sterblichen und ließen sie die Kampf durchführen. Es gibt übrigens eine Aufzeichnung, die dies als den 2. Krieg der Prinzipien bezeichnet. Es muss also schon vorher einen anderen Kampf gegeben haben, aber darüber weiss ich nichts zu berichten.

Die 6 Sterblichen kamen zusammen und stellten fest, dass dieser Krieg kein gutes Ende nehmen würde und die Welt zerstören würde. Denn die Welt bestand aus allen 3 Prinzipien. Bei meinem ersten Eintreffen hier, gab es wohl eine Möglichkeit, diese Zusammenkunft in Form einer Vision oder etwas ähnlichem zu beobachten, eine Menge der Erzählungen über die Masken basieren wohl auf dieser Vision. Die Sterblichen entschieden, dass sie die Welt nur dadurch retten könnten, in dem sie den Krieg verhinderten und ihre Seelen in mächtige Artefakte bannten, welche die äußerere Gestalt von Gesichtern besaßen. Daher auch die Bezeichnung 'Masken'.

Diese Gegenstände sind etwa Handteller groß, vielleicht etwas kleiner. Aus einem Material wie Stein oder Ton. Sie sind fest und stabil, und ich glaube sie sind auch bunt bemalt, was diesen Maskencharakter nur noch mehr unterstreicht.

Es gab noch eine Besonderheit, lange Zeit gab es eine Maske, die zwei Gesichter zeigte. Sie wurde daher als 'die Doppelmaske' bezeichnet. Ich weiss nicht genau, wie es dazu gekommen ist, aber vor etwa 4 Jahren haben wir alle Masken gefunden, auch die Doppelmaske. Und wir stellten fest, dass sich ein fremdes Wesen, ein Dämon, ebenfalls an die Maske gebunden hat. Es waren also 2 Seelen darin gebannt und das war weder für die Maske gut, noch für denjenigen, der sie gefunden hatte.

Letztendlich ist es Daschid und mir vor etwa 4 Jahren gelungen, in einem Ritual den Dämon aus der Maske zutrennen. Wir erhielten dafür auch ein Artefakt namens Funkelschild, welches wir Jahre zuvor im Tal der Heldengräber geborgen hatten und es dann in den Besitz einer Ninkuldar-Priesterin gegeben hatten. Dieses Artefakt selbst hat eine besondere Verbindung zur ursprünglichen Maske, denn das war die Maske des Kriegers des Gleichgewichts, der Mensch mit dem Namen Trynd Funkelschild Feenfreund.

Zu der Zeit dieses Rituales suchten die Masken auch neue Träger und wir waren in der Lage alle in einem relativ kleinem Gebiet zu überblicken:

Der Champion der Ordnung ging an den Sembianer Chevalier Gregoire Philippe de Frontsac.
Den Priester der Ordnung konnte ich leider nicht mehr genau finden. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass auch diese Maske anwesend war.
Auch habe ich bei beiden leider keine weiteren Informationen, wie z.B. einen Namen.

Der Champion des Gleichgewichts - Trynd Funkelschild Feenfreund - ist leider ebenfalls verschwunden. Ich habe die Maske nach dem Ritual am Boden liegen sehen, aber kurze Zeit später war sie plötzlich wieder weg.
Der Priester des Gleichgewichts - ein Elf - ging wohl an Daschid selbst. Ich hätte zwar bei Daschid auch eher einen Champion erwartet, aber er hatte die Maske schon bevor wir die andere gereinigt hatten.

Der Champion des Chaos - ein Ork namens Ghazum Ghor - ging an mich. Und daher weiß noch einiges mehr über ihn. Er ist der Hohe Champion von Mag'Nanarr und Zhor-Khul-Tam. Träger des Schwertes Malanya. Gezeichneter des Banochel und Triumphator der blutigen Schlacht.
Der Priester des Chaos - ebenfalls ein Ork, "Barakh Luzogar" - ging an eine kleine Hobbit Frau mit dem Namen Zaya Wiesenblum. Wir hatten gemeinsam diese Maske gefunden. Auch darüber weiss ich etwas mehr. Es handelt sich dabei um den Priester der schwarz-roten Dunkelheit, Berührter des ewigen Wandels, Diener von Shaz'Yagat, Hüter der eisigen Ketten von Shatulfin und oberster Heerführer der dunklen Schaaren.

Was auch immer all diese Namen und Titel zu sagen haben, aber scheinbar ware es eine sehr ruhmreiche Zeit, dass sich diese all diese besonderen Champions mit solchen Titeln schmücken konnten.

Leider verbleiben die Masken stets im Federntal selbst, sobald ich das Tal verlassen hatte, ist die Maske selbst auch verschwunden.

Hier ergeben sich im Moment ein paar Fragen:
- Was ist über die anderen Masken bekannt?
- Im Tal der Heldengräber gibt es das Grab von Trynd Funkelschild Feenfreund, das hatte ich einem Zeitpunkt gefunden als ich gar nichts über die Masken wusste. Es stellt sich die Frage ob es dort auch die Gräber der anderen gibt.


Der Tiefling machte eine längere Pause. Dann schmunzelte er mit einem leichten Kichern über eine Erinnerung.

Da fällt mir noch eine kleine Geschichte ein, aber die sollten wir nicht aufschreiben, Aveline. Damals im Tal der Heldengräber fanden wir auch 6 Ringe. Eine magische Analyse stellte fest, dass so etwas wie Elementarwesen dortdrin gebannt sind und man könne sie vermutlich einmalig rufen. Es gab 2 Ringe mit einem Roten Stein, dort waren eindeutig Feuerelementare erkennbar. Es gab einen mit einem grünen Stein und einen mit einem blauen Stein, ich glaube das war Erde und .. Wasser. Und es gab 2 anders geformte, wie Totenschädel. Der eine hatte untote Magie und der andere nicht nur untote sondern auch fremdartigere. Man gab mir die beiden gefährlichen und bat, dass ich sie zerstören möge. Mit etwas Überredungskunst gelang es mir noch einen der Feuerelementare zu erhalten, denn wenn ich beiden gefährlichen zerstören würde, hätte ich ja gar keinen Ring, nicht wahr. Der ander Feuerring ging an den Hobbit Kelvin Kuchenherz, er freute sich darüber den Ring vielleicht einmal einsetzen zu können um einen Ofen anzufeuern, wenn es mal besonders wichtig wäre. Mir ist bislang noch keine sinnvollere Verwendung eingefallen. Aber ich habe sie noch, alle drei. Der Feuerring liegt dort, in der Vitrine, recht gut sichtbar. Die anderen beiden sind etwas besser gesichtert und nicht so leicht auffindbar, aber wenn du möchtest, Aveline, können wir sie gerne zusammen untersuchen. Vielleicht haben sie ja doch auch eine Verbindung zu den Kriegern der Masken, denn auch bei den Ringen sind es irgendwie jeweils 3 ähnliche Paare.
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Die 3 Prinzipien (oder Götter) und Ihre Kinder

Tiamat, die Urmutter/Ur-Ozean, Göttin des Chaos.
Aldradoth, die Sonne und Gott der Ordnung.
Ninkuldar, der Mond und Gott des Ausgleichs.

Wie das in Göttergeschichten so üblich ist, beginnen sie immer damit, dass die Götter die Welt schuffen. Allerdings haben wir hier nicht nur die Sicht aus einer Perspektive, in Form von einer Genesis, nein wir haben davon mehrere. Je nach Ansicht werden einige der Details detailierter und positiver dargestellt. Einig sind sich die Geschichten darin, das Tiamat als weiblich dargestellt wird, wärend Aldradoth und Ninkuldar männlich sind. Das führte dazu, dass beide mit Tiamat 'Kinder' in die Welt setzten. Als sie aber gegenseitig feststellten, was geschieht, war jeder auf jeden anderen sauer. Aldradoth und Ninkuldar waren sauer auf einander, weil sie gegenseitig konkurierten, Tiamat war sauer auf beide, weil sie egoistisch waren und beide waren sauer auf Tiamat, weil sie sich hintergangen fühlten. Das waren dann wohl auch die Gründe, die zu den Kriegen der Prinzipien führten.

Die Geschichten sind voll von verschiedenen Kindern der beiden, im nachfolgenden die wichtigsten, von denen wir bislang gehört haben.

Die Aldradoth Genesis beschreibt bildhaft: 'Die Umarmung von Aldradoth und Tiamat dauerte Äonen und aus ihr gingen hervor ...'
- die Neun Armaleth Nizdan, und Malakath war der Erste
- die ruhenden Zwei
- die Vier der erleuchteten Prinzipien
- die Acht Wächter der Beständigkeit
Bezüglich Malakath gibt es in sofern Einigkeit im Wissen, dass er wohl mit Sol Invictus, der Licht-Gottheit aus Sembia identisch ist.
Außerdem haben wir den Namen 'Talihanna', von ihr kennen wir jedoch keine Zuordnung, ich würde sie jedoch auch bei den 9 Armaleth Nizdan einordnen. Was wir über sie aber tatsächlich wissen, ist, dass sie die Mutter von Calisti ist. Mehr dazu später.

Umfangreicher wird unser Wissen dagegen auf der anderen Seite. Auch die Ninkuldar Gesesis ist bildhaft und zählt folgende Kinder auf:
- die Neun Aruanaki, genannt die Lords der Unterwelt
- die Sieben Grauen Lords
- die Drei

Die Aruanaki werden allgemein wohl relativ schnell als Dämonen bezeichnet, weil man Wesen aus fremden Welten oft als solche benennt, vorallem wenn man sie dann auch die Lords der 'Unterwelt' bezeichnet, ihnen also das Gegenteil des elysischem Himmels anheftet. Treffender wäre wohl eher Teufelische, wobei auch dies im Auge des Betrachters liegt. Der Erste der Neun ist sogar tatsächlich einmal in der Taverne des Schnittchen aufgetaucht, auch dazu später mehr.

Von den Neun Aruanaki kennen wir die Namen, einen Beinamen und meistens auch einen Gegenstand zur Erkennung. Auch die Reihenfolge ist klar benannt.
THRO'ELLET, männlich, trägt die allsehende Krone, Beiname: Der Höllenfürst
AEKI IKEAN oder AEKI IKEAT, männlich, trägt des Verbotenen Wissens, Beiname: Der zweifach zwiegespaltene Herr des Schicksals
QURKIGAL, weiblich, trägt das dunkle Schwert Ctrig'Goru, Beiname: Die Schlächterin
DRAAL, männlich, trägt das blutige Gold in der Linken und den Lohn des Verräters in der Rechten, Beiname: Der Betrüger der Betrüger
YAWGA'NATH, männlich, kein Erkennungsgegenstand bekannt, Beiname: Der Meister der Extase
MORWEN, weiblich, trägt die Sanduhr des Schicksal, Beiname: Die unerbittliche Herrin der ablaufenden Zeit
TANAKIL, weiblich, kein Erkennungsgegenstand bekannt, aber vermutlich die Waage des Urteils, Beiname: Die Herrin der Waage
LATO, männlich, trägt die Geißel der ewigen Schmerzen, Beiname: Der Herr der tiefsten Kerker
TLOLUVIN, männlich, trägt den Schlüssel zu den Reichen der Dämonen, Beiname: Der Herr des Endes

Wenn wir alle erwähnten Kinder zusammenzählen, kommen wir auf 42. Davon sind uns jedoch nur 11 namentlich bekannt. Es kann also sein, dass wir auch in Zukunft noch auf weitere Namen treffen werden. Es kann jedoch auch sein, dass manche nur von geringerer Bedeutung sind, da ihr Einfluss auf die Federntäler gering ist. Eine weitere Erwähnung in diesem Zusammenhang gilt einem Wesen aus einer Vision, die ich eins hatte. Das Wesen nannte sich 'Der Si-ifti des Tals' und da es 7 Täler gibt, könnte es durchaus sein, dass ein Zusammenhang zwischen diesem und den Sieben Grauen Lords besteht. Aber das ist nur eine sehr wage Vermutung, die lediglich auf der Verknüpfung über die Zahl 7 besteht.


Phelarion nippte an seinem Becher und stellte fest, dass dieser bereits fast leer war. Er winkte die Becher der anderen beiden heran und füllte jedem noch einmal auf. Löffelweise floss der Honig in den heißen Tee und der Tiefling griff anschließend nach einigen Stücken der Götterpflaume. Zufrieden genoß er den lieblichen Geschmack, lehnte sich wieder auf die Kissen zurück und erzählte weiter.

Von wesentlich bedeutsamer Wichtigkeit ist dagegen ein anderes Wesen. Calisti, die Tochter-Tochter. Sie ist das Kind von Talihanna - einer Tochter von Tiamat und Aldradoth - und Thro'ellet - dem ersten der Aruanaki, und damit ein Sohn von Tiamat und Ninkuldar - und damit sind die 3 Götter ihre gemeinsamen Großeltern. Allerdings gilt sie als das verbotene Kind und wurde weggesperrt. Und zwar vermutlich an dem Ort wo wir heute die Taverne zum Schnittchen finden können.

Die erste Begegnung hatte ich Form in einer Prophezeihung, die mich bei einem Treffen des Hexenzirkels im Federntal erreichte - Übergeben von einer Ninkuldar-Priesterin:


Wenn sich das Ende der Tage nähert, mag zusammengeführt werden, was einstens getrennt.
Die geliebte Tochter-Tochter mag vereinen, die im Zorn getrennten Großväter.
Die reine unbefleckte Essenz mag der Tochter-Tochter die Form einzunehmen ermöglichen.
Die reine unbefleckte Essenz, der leuchtende Feind sie in den Händen hält.


Die Formulierung 'die reine unbefleckte Essenz' bezog sich nach damaliger Interpretation auf eine junge Ninkuldar-Adeptin, die damals von einem fanatischem Sol-Invictus Anhänger - 'der leuchtende Feind' - als Hexe gebranntmarkt, gefangen und gefoltert wurde. Wir konnten sie befreien.
Die vorletzte Zeile bezieht sich auf eine Begebenheit, die sich dann etwas später im Schnittchen ereignet hatte. Die junge Adeptin erschien in Begleitung ebenjener Ninkuldar-Priesterin, die uns damals auch die Prophezeihung brachte. Etwas außerhalb des Schnittchens öffnete sich damals auch ein verborgener Raum, der uns in riesigen Schrifttafeln die Namen der 9 Aruanaki offenbarte und auch jenes Wissen, dass ich dazu vorhin aufgezählt habe. Die Adeptin ging in diesen Raum, Thro'ellet kam, verschwand mit ihr durch das selbe Portal, durch das er erschienen ist. Kurze Zeit später erschien er erneut, diesmal in einem anderem Raum, im Schnittchen. Und da brachte er dann Calisti, die Tochter-Tochter, das Mädchem im Weißen Kleid.

Monate später hatte ich dann eine andere Begegnung. Das war hier in der Nähe von Bibersbach, beim Ritterschlag von Baronin Reanara. Wir gingen zu einem Orakel in der Nähe und mir wurde eine Frage gewährt. Ich fragte tatsächlich danach, wie man dem in der Nähe befindlichen Federntal helfen könnte. Und als Antwort erhielt ich erneut, die ersten beiden Zeilen der genannten Prophezeihung, darüber das Calisti den Streit der Großväter beenden könne.

Allerdings habe ich sie seitdem nicht wieder gesehen. Ich weiss nicht, ob sie überhaupt weiss, was sie tun muss. Ich weiss nicht, wie ich sie dabei unterstützen kann. Aber ich hoffe, dass wir darauf Antworten finden können.
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Die Geschichte von Ninimel, Nellifer und Gieselbert

Für diese Geschichte fehlt mir leider die zeitliche Einordnung, ich weiss daher nicht ob es vor oder nach dem Krieg der Masken stattfand. Meine Vermutung ist jedoch, dass es vor dem Ausbruch des Krieges geschehen ist, vielleicht auch nur wenige Jahre vorher. Die Bewohner dieses Landes verehrten Ninkuldar, aber wie schon eingangs erwähnt, waren ihre Riten auch von Blutopfern gekennzeichnet. Die Geschichte von zwei Schwestern, wobei dieses Wort recht interpretierungsfähig ist. Wir wissen nicht, ob es Schwestern im Sinne von Geschwistern waren, oder ob sie als Schwestern innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft bezeichnet wurden, oder ob es Schwestern im Geiste waren. Aber vielleicht hatten sie auch nicht sonderlich viel gemeinsam. In den Geschichten wird die Stadt Halmath als Hauptstadt erwähnt.

Leider wissen wir immer nur einzelne Teile, die wir in den richtigen gemeinsamen Zusammenhang bringen müssen:

Die eine hieß Ninimel, sie hatte Schwarze Haare, und galt als Ninkuldar's Auserwählte.
Die andere hieß Nellifer, sie hatte Goldenes Haar, und sie war eifersüchtig auf Ninimel.

Ninimel sollte Ninkuldar geopfert werden, in der Nacht Luna Oculta.
Nellifer wollte das verhindern um selbst zu Ninkuldar gehen zu können.

Beide wurden verehrt.
Gundulaf, Beiname: Der Verfluchte, war Herrführer von Makaroth. Er war verliebt in Ninimel.
Sein Knappe, Gieselbert, war verliebt in Nellifer

Gundulaf jedenfalls wollte die Opferung von Ninimel ebenfalls verhindern - ob auf Verführungen Nellifers hin, oder nicht, ist nicht ganz klar.
Gudulaf entführte Ninimel in eine fremde Dimension. Doch dieser Plan ging schief, Ninimel wehrte sich, und erschlug ihn mit seinem eigenen Schwert, genannt Athmaran.
Danach kehrte sie zurück und Ninkuldar selbst kam nach Halmath und holte sie zu sich.

Nellifer hingegen wurde anschließend von Tiamat besucht und wurde von ihr verführt, in die Unterwelt zu gehen, durch die Neun Höllen.
Diese Geschichte wird im Alkralel Evangelium beschrieben. Nellifer ging in die Unterwelt und erlitt Schmerzen und Qualen und Erniedrigungen und doch widerstand sie allen Aufgaben der Neun Lords und gelangte tiefer und tiefer in die Unterwelt, bis sie auch dem letzten widerstand und unter dem Namen Alkralel wiederkehrte.

Aus verschiedenen Visionen und Erzählungen wissen wir auch davon, dass Nellifer stets versuchte Gieselbert zu lenken, sie verführte ihn, sie nannte ihn Liebster und gab ihm Aufgaben. Insgemeheim jedoch betrachtete sie ihn als Schwächling und als ihre Marionette.
Eine Priesterin Ninkuldars mit dem Namem Amrith aus Halmath überbrachte das Evangelium Nellifer's/Alkralel - Randnotiz: Fraglich wohin sie es brachte, diese Information fehlt in meiner Aufzeichnung.
Ich habe eine Aufzeichnung über einen Geist, der in Halmath war und von dort in seine Heimat zurückkehren wollte und dort starb, seine Heimat war dort, wo jetzt das Falkental ist. Der Geist soll dort immernoch wandeln. Er sprach von Verrat, der zum Untergang Halmaths führte.
Halmath selbst liegt vermutlich im Zwei-Seen-Tal. Es gibt eine Erzählung, dass einige Jahre vor meinem Eintreffen dort eine mysteriöse Blume war. Ungefähr an dieser Stelle wird Halmath vermutet.

Vor einiger Zeit kam es auch im Schnittchen zu einer Erscheinung. Gieselbert selbst erschien. Er betete Malakath an, bat um einen Heilzauber. Er fragte dabei am Ende, an Nellifer gerichtet, ob er alles richtig gemacht hätte. Wirkte dabei aber sehr unsicher. Außerdem bestätigte er, dass Ninimel es war, die Gudulaf getötet hätte, und er sagte, dass Nellifer ihm versprach, dass sie und er gemeinsam die Götter ersetzen können.

Als wir mit Daschid vor 4 Jahren das Ritual um die Doppelmaske durchführten, war auch Gieselbert anwesend. Er war es, der zu erst die Maske des Kriegers der Ordnung trug. Von damals wissen wir auch, dass er ein Paladin Malakaths war. Die Maske, die er fand, verwirrte ihn und er hatte das Ziel alle anderen Masken zu finden und um den Kampf auszulösen. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Gesalt von Gieselbert 2 riesige Hörner trägt. Vermutlich liegt das auch am Einfluss von Nellifer. Jedenfalls tauchten andere Wesen auf, ganz in Weiß, mit Flügeln. Sie waren wohl seine ehemaligen Streiter und sie folgten seinen Anweisungen. Allerdings konnten sie überzeugt werden, dass mit Gieselbert, der ja offensichtlich Hörner trug, etwas nicht stimme und er unter dem Einfluss der Maske stand. Am Ende gelang es wohl einem Sol-Invictus Priester ihn zu beruhigen und ich glaube man hatte ihn auch so weit möglich gefangen genommen. Damals erhielten wir jedoch ebenfalls nocheinmal die Bestätigung, dass er alles was er tat, nur für Nellifer tat. Jedoch war er gleichzeitig zu blind um zu erkennen, dass sie nur mit ihm spielte.


Irgendwie wirkt dieser Teil der Geschichte noch sehr durcheinander, findet ihr nicht auch?
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Amlugion ai Delor, Hochelb, Streiter der Erhabenen
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Togaras
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Re: Ein Besuch ins Federntal

Beitrag von Togaras »

Ein Bote bringt einen längeren Aushang zum Talrat, mit der Bitte dies an Freunde des Federntals zu verteilen.
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